Auf ihrer BDK haben die Grünen ein Papier beschlossen, nach dem die Verwertungsrechte an geistigem Eigentum nach 5 Jahren auslaufen sollen und damit frei für alle verfügbar werden. Es sei denn der Urheber kauf sich seine eigenen Rechte wieder zurück.
Was soll die Freigabe meiner Verwertungsrechte eigentlich bewirken? Jeder kann sich an meiner und der Kreativität anderer frei bedienen und sein eigenes Unvermögen aufpeppen.
Manchmal kommt es mir so vor, als wenn das mit der viel beschworenen Kreativität doch nicht so weit her ist.
Es gibt, wie überall, einige sehr gute und gute Leute, die kreativ sind und damit ihr Geld verdienen und eine große Masse, die sich gerne dranhängen möchte, selbst aber kaum in der Lage ist, eigene Ideen zu entwickeln.
Diese sehen aber ihre Marktchancen schwinden, wenn sie sich selbst nicht als hipp und cool und kreativ darstellen können.
Also bleibt nur das Klauen bei anderen. Ob es nun die Dr. Arbeiten sind oder der alltägliche Bilderklau.
Und dies soll dann noch legalisiert werden und die Urheber sollen nach 5 Jahren für ihre eigenen Werke zahlen. An wen egentlich? An sich selbst oder die viel geschmähten Verwertungsgesellschaften wie Gema und VB Bild/Wort? Auch wenn dadurch eine Kulturflatrate bezahlt werden soll, bezahle ich die doch selbst an mich mit meinem eigenen Geld.
Das es da noch eine Menge Beratungsbedarf gibt, zeigt die Webseite von Malte Spitz vom Grünen Bundesvorstand:
“Grundsätzlich geht es darum, Menschen zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Medien zu befähigen.
Das Verbot von Medien, deren übermäßige Nutzung unter Umständen zur Sucht führt, wie beispielsweise Computerspiele, kann keine Lösung sein.”
Medien sind was ganz anderes, wie man bei Wikipedia nachlesen kann:
Massenmedien sind Kommunikationsmittel, die durch technische Vervielfältigung und Verbreitung mittels Schrift, Bild oder Ton Inhalte an eine unbestimmte (weder eindeutig festgelegte, noch quantitativ begrenzte) Zahl von Menschen vermitteln und somit öffentlich an ein anonymes, räumlich verstreutes Publikum weitergeben.
Computerspiele mit Zeitungen, Magazinen und Fernsehen, Radio in einen Topf zu werfen, zeugt nicht unbedingt von Medienkompetenz.
Links: Leitantrag der Grünen
Kommentar von freelens
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